Inhaltsverzeichnis: E-Commerce Controlling für langfristigen Erfolg
Bedeutung des Warenkorbs im E-Commerce
Der Warenkorbwert ist eine zentrale Kennzahl für den Erfolg eines Online-Shops.
Ein hoher Warenkorbwert kann Umsatz und Rentabilität steigern – ohne die Kundenakquisekosten zu erhöhen.
👉 Kennst du deinen durchschnittlichen Warenkorbwert – und wie hoch ist er im Vergleich zur Branche?
Was ist der „Warenkorbwert“ – und wie berechnet man ihn?
Der durchschnittliche Warenkorbwert (Average Order Value, AOV) ergibt sich aus der Formel:

Beispiel: 10.000 € Umsatz bei 200 Bestellungen = 50 € AOV
Warum ist dieser Wert wichtig für deinen Online-Shop?
- Ein gut gefüllter Warenkorb bringt mehr Umsatz pro Bestellung
- Du erhältst eine profitable Marge ohne steigende Akquisekosten
- Dein durchschnittlicher Warenkorbwert ist die Grundlage für weitere KPIs wie ROAS, CLV & Break-even
Tipp: Ermittle deinen durchschnittlichen Warenkorbwert mit der oben genannten Formel.
7 Strategien, um den Warenkorbwert zu erhöhen
Keine Sorge – um deinen Warenkorbwert zu steigern, musst du nicht mit Rabatten um dich werfen!
Schon kleine Maßnahmen am Check-out können ausreichen, um deinen Umsatz elegant und nachhaltig zu steigern
Wichtig bevor du die folgenden Strategien umsetzt:
Rechne erst mal durch, was dich eine Bestellung wirklich kostet.
Vielleicht ist statt vieler kleiner Warenkörbe ein Mindestbestellwert der smartere Weg – je nachdem, wie deine E-Commerce-Strategie aufgebaut ist.
1. Versandkostenfreie Lieferung als Kaufanreiz
Platzierung: Direkt unter der Zwischensumme
Formulierungsvorschlag:
„Nur noch 12 € bis zur versandkostenfreien Lieferung!“
Das Prinzip dahinter:
Kunden legen lieber ein weiteres Produkt in den Warenkorb, als die Versandkosten zu zahlen.
2. Cross-Selling im Warenkorb & Check-Out
Platzierung: Unter der Produktliste
Beispiele:
- „Andere haben auch gekauft“
- „Dazu passend: Lippenbalsam zu deiner Handcreme“
Das Prinzip dahinter:
Smarte Cross-Selling-Ideen können AOV & Conversion-Rate steigern.
3. Staffelrabatte clever einsetzen
Platzierung: Banner oder Infoleiste im Checkout
Formulierungsvorschlag:
„Ab 60 €: 5 % Rabatt • Ab 100 €: 10 % Rabatt, usw.“
Das Prinzip dahinter:
Erzeugt Motivation, den Bestellwert zu erhöhen – ohne dabei Fixkosten zu verschenken.
4. Gratis-Produkte ab Bestellwert X anbieten
Trigger: Wenn Bestellsumme € erreicht sind
Formulierungsvorschlag:
„Glückwunsch! Wähle jetzt dein Gratis-Produkt.“
Das Prinzip dahinter:
Kleine Geschenke erhöhen den gefühlten Wert – und fördern Wiederkäufe.
5. Warenkorbabbrecher gezielt zurückholen
E-Mail nach 1 Stunde:
Betreff-Idee:
„Nur noch 5 € bis zur versandkostenfreien Lieferung!“ mit platziertem CTA in der Mail:
„Jetzt Bestellung fortsetzen“
Das Prinzip dahinter:
Reminder-Mails bringen unentschlossene Käufer oft zurück – Conversion-Booster!
6. Bonusprogramme & Treuepunkte einführen
Platzierung: Im Checkout + Bestellbestätigung
Formulierungsvorschlag:
„Mit dieser Bestellung sammelst du 25 Punkte – nur noch 15 bis zum nächsten 5 € Gutschein!“
Warum:
Langfristige Bindung erzeugen, statt kurzfristiger Rabatte zu vergeben.
7. Social Proof gezielt nutzen
Platzierung: Produkt- & Checkout-Seite
Formulierungsvorschlag:
„75 % unserer Kunden kaufen auch X dazu.“
Das Prinzip dahinter:
Vertrauen durch Verhalten anderer – ohne Verkaufsdruck.
Risiken der Maßnahmen – und warum Testen entscheidend ist
E-Commerce-Maßnahmen bedeuten immer auch: testen statt raten!
Nur wenn du deine Änderungen misst, kannst du positive oder auch negative Effekte frühzeitig erkennen.
Die 30/30/40-Regel
Die 30/30/40-Regel in Kürze erklärt:
- ✅ 30 % der Kunden reagieren positiv auf Upsells und Anreize
- 😐 40 % lassen sich nur bedingt beeinflussen
- ❌ 30 % fühlen sich durch zu aggressive Taktiken gestört

Typische Fehler & wie du sie vermeidest
Fehler | Lösung |
---|---|
Zu aggressive Upsells | Dezent & mit Mehrwert platzieren |
Zu viele Pop-ups | Hinweise lieber in der Warenkorb-Ansicht |
Zu hohe Rabatte | Strategisch gestaffelt statt pauschal geben |
Reminder-Mails zu früh | Timing testen – z. B. nach 1 oder 24 Stunden |
Warum A/B-Testings wichtig sind
Was sind A/B-Tests? Bei dieser Maßnahme testest du zwei Varianten einer Idee. Schnell, einfach und mit möglichst wenig Aufwand – um erste Erkenntnisse zu gewinnen. So kannst du dich schrittweise an die ideale Umsetzung herantasten, ohne unnötig Geld zu verbrennen.
Nicht jede Zielgruppe reagiert gleich – und genau deshalb lohnt sich das Testen.
Mit A/B-Tests findest du heraus, welche Variante wirklich besser funktioniert – schnell, einfach und ohne großes Risiko.
👉 So kannst du Maßnahmen gezielt verbessern, ohne unnötig Budget zu verbrennen.
Und das Beste: Du entscheidest nicht aus dem Bauch, sondern auf Basis echter Daten.
Fazit: Warenkorbwert steigern – aber mit Strategie
Der durchschnittliche Warenkorb-Wert ist eine wichtige Kennzahl für den Erfolg deines Online-Shops – und mit kleinen Hacks lässt dieser sich sogar steigern – ohne Rabattschlacht!
Doch der AOV alleine ist nicht entscheidend!
Mindestens genauso entscheidend ist die Wiederkaufsrate (Retention Rate). Sie zeigt dir, wie loyal deine Kunden sind – und hat langfristig großen Einfluss auf deinen Erfolg.
Merke dir: Je stärker die Bindung zu deiner Marke, desto höher fällt der AOV über andere Kanäle aus. Denn wer schon einmal überzeugt wurde, kauft öfter – und oft auch mehr.
Das Beste daran?
Du musst vorne nicht jedes Mal hunderte Euro in Ads investieren, um diese Kund:innen wieder anzusprechen.
Mit E-Mail-Marketing oder organischem Social Media erreichst du sie viel günstiger – und oft sogar persönlicher.
Kurz gesagt: Es steckt mehr dahinter, als es auf den ersten Blick scheint.
Und genau deshalb sind wir da.
Wir lieben Zahlen, Zusammenhänge – und zeigen dir, wie du das alles clever für dich nutzt.
Und genau deshalb sind wir da.
Wir lieben Zahlen, Zusammenhänge – und zeigen dir, wie du das alles clever für dich nutzt.
Häufige Fragen und Antworten
Nachfolgend findest du noch einmal alle wichtigsten Fragen und Antworten zusammengefasst:
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