Umstieg auf Shopware 6 – Lohnt sich der Wechsel von Shopware 5 auf Shopware 6?

eFood Online Supermärkte
Wann ist der richtige Zeitpunkt um auf Shopware 6 zu setzen? Welche Vorteile habe ich?

Mit deinem Netzwerk teilen

Umstieg auf Shopware 6 – Lohnt sich der Wechsel von Shopware 5 auf Shopware 6?

Seit Ende 2019 ist Shopware 6 verfügbar und immer wieder erhalten wir Anfragen von Kunden oder Interessenten, ob sich ein Umstieg lohnt. Folgende Fragen erreichen uns dabei vermehrt:

– Wie umfangreich ist ein Update auf Shopware 6?
– Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Umstieg auf Shopware 6?
– Wie lange kann Shopware 5 noch genutzt werden?
– Soll/Muss ich überhaupt von Shopware 5 auf Shopware 6 umsteigen?
– Was sind die Unterschiede zwischen Shopware 5 und Shopware 6?
– Welche Chancen bietet mir ein Umstieg von Shopware 5 auf Shopware 6?

Diesen Fragen haben wir uns angenommen. Wann, für wen und warum sich ein Umstieg lohnt, erfährst du nun hier in unserem Vergleich.

Gesamtzeit: 5 Minuten

Shopware 6 – mehr als nur ein Update

Wer bereits Shopware 5 benutzt, der kennt das. Es gibt ein neues Update und mit einem Klick ist dieses installiert. Wer jetzt aber denkt, dass der Umstieg auf Shopware 6 genauso einfach ist, der irrt sich.

Update ist das falsche Wort

Warum sich das „Update“ nicht per Knopfdruck erledigen lässt, ist schnell erklärt. Shopware 6 benutzt völlig neue Technologien, wie beispielsweise Bootstrap 4 oder Vue.js. Diese Frameworks ermöglichen Entwicklern einen einfacheren Einstieg, verbessern die Shop-Performance und sind einfacher zu pflegen. Shopware 6 ist also gar kein „Update“, es ist eine völlig neue Shop-Lösung.

API-First

Der Ansatz von Shopware 6 ist API-First. Aus diesem Grund ist Shopware 6 modular strukturiert worden. Das bedeutet, dass Shopware 6 aus einem schlanken Kernprodukt besteht, an das problemlos zusätzliche Software angedockt werden kann. Diese Freiheit ermöglicht viele neue Möglichkeiten hinsichtlich der Effizienzsteigerung von Unternehmensprozessen und der direkten Integration einzelner Komponenten. Headless Commerce ist seit 2020 in aller Munde und erstmals mit Shopware 6 umsetzbar.

So einfach wird der Umstieg

Vorhandene Daten aus Shopware 5 können in Shopware 6 migriert werden. Ein Migration-Plug-In von Shopware ermöglichen es Produkte, Produktbilder, Hersteller, Kunden und Bestellungen zu Shopware 6 zu übernehmen. Auf Grund der neuen Technologien können individuell entwickelte Themes nicht übertragen werden. Shopware 6 liefert in der Community Edition ein ansprechendes Mobile-First optimiertes Theme. Wer jedoch viel Wert auf Individualität legt, der muss sich erneut ans Werk machen.

Individuelles- oder Shopware Standard? Wir helfen Dir gerne bei der Evaluierung für das richtige Theme.

Der richtige Zeitpunkt für den Umstieg

Shopware 5 und Shopware 6 eignen sich zurzeit noch für erfolgreiche E-Commerce-Projekte. Laut Shopware werden Updates und Support von Shopware 5 noch bis 2024 gewährleistet. In der unternehmerischen Planung ist dabei jedoch auch die Umsetzungs- und Entwicklungsphase des Shopware 6 Shops zu berücksichtigen. Diese können je nach Umfang Wochen oder Monate betragen. Sofern du bei der Umsetzung eines Shopware 6 Shops auf die Unterstützung von E-Commerce-Experten oder Agenturen angewiesen bist, beachte bitte die mögliche Auslastung deiner Geschäftspartner.

Wir empfehlen einen möglichst frühzeitigen Umstieg, denn Shopware 6 bietet eine Menge operativ sinnvoller Verbesserungen und viele Möglichkeiten der manuellen Automatisierung. Auch wenn die Frage nach dem Zeitpunkt nicht pauschal beantwortet werden kann – Wer langfristig an einem erfolgreichen E-Commerce Projekt auf Basis von Shopware arbeitet, der wird sich auf Dauer dem Wechsel zu Shopware 6 nicht entziehen können.

Wenn du dir noch unschlüssig bist und dir gerne einen individuellen Expertenrat einholen möchtest, dann schreib uns gerne ein E-Mail. Wir helfen dir gerne!

Darum ist Shopware 6 so viel besser – Ein Vergleich

Da es immer zwei Seiten einer Medaille gibt, gibt es beim Umstieg von Shopware 5 auf Shopware 6 auch einen Nachteil, mit dem wir direkt beginnen möchten. Bei Shopware 6 handelt es ich nicht um ein Auto-Update, sondern um ein neues Shopsystem. Es gibt zwar die Möglichkeit Inhalte von Shopware 5 auf Shopware 6 zu migrieren, jedoch ist dieser Prozess mit Aufwand verbunden. Hat man sich jedoch dazu entschieden und mit Hilfe eines Experten Shopware 5 auf Shopware 6 migriert, so profitiert man von einer Menge an neuen Möglichkeiten.

Warum ist Shopware 6 besser?

Shopware 6 ist ein komplettes Rewrite von Shopware. Dabei ist nicht alles neu erfunden worden, jedoch vieles neu durchdacht und verbessert worden. Im Fokus steht dabei nicht nur der Status Quo, sondern auch die zukünftigen Technologien, wie beispielsweise Voice-Commerce. Im Fokus von Shopware 6 stehen im Besonderen die Internationalisierung, neue Verkaufskanäle und weniger Programmieraufwand.

Internationalisierung

Shopware 6 umfasst ein neues Konzept für die Internationalisierung. Dabei gibt es neue Möglichkeiten für die Übersetzungen und die Vererbung jener Übersetzungen. Die Handhabung von Brutto- und Nettopreisen in unterschiedlichen Währungen wurde ebenfalls verbessert. Durch gutdurchdachte Sprachshops gewährleistet Shopware eine technische gute und saubere Infrastruktur für die Expansion in andere Länder.

Verkaufskanäle

Durch das Konzept der Verkaufskanäle können mehrere E-Commerce-Shops mit Hilfe eines Shopware 6 Backends abgebildet werden. So sind neue Shops mit Konzentration auf eine bestimmte Produktkategorie leicht umsetzbar. Zusätzliche Kanäle wie eBay, Amazon, Instagram, Facebook und mehr einfach integriert werden. Der Datenaustausch erfolgt dabei automatisch und die Bestellungen werden an den Shop zurück übergeben.

Keine Programmierung für E-Commerce Marketing Standards

Der Rule Builder ist eines der mächtigsten Features von Shopware 6. Mit diesem lassen sich Prozesse, die in der Vorgänger Version nur mit Entwicklungsaufwand abbildbar waren, wirklich einfach umsetzen. Der Rule Builder ermöglicht es im Shop einfach Regeln zu definieren. Wie beispielsweise die automatische Anwendung eines 5% Gutscheins ab einem Warenwert von 100€. Dieser wird ebenfalls für die Berechnung von Versandkosten oder von kundenspezifischen Produktpreisen verwendet.

Shopware 6 – Eine Auswahl der neuen Funktionen im Überblick

  • Der API-First-Ansatz ermöglicht die Integration und Verschmelzung mit allen API-fähigen externen Systemen.
  • Headless Commerce trennt das Front- und Backend voneinander – dies hat mehr Flexibilität und Freiheit in der Umsetzung zur Folge.
  • Vollautomatisierte Integrationen.
  • Verbesserte Benutzerfreundlichkeit des Admin-Bereichs (Backend).
  • Responsive Backend für die mobile Nutzung.
  • Verbesserte Medienverwaltung mit Ansicht, wo die Medien zum Einsatz kommen.
  • Unterteilung von Bestellung und Lieferungen.
  • Shop Seiten können für Landingpages, Kategorien, Produktdetailseiten und Listings verwendet werden.
  • Integration von Verkaufskanälen zu eBay, Amazon und Co.
  • RuleBuilder: Komplexe und geschachtelte Regeln (Geschäftslogik) können einfach erstellt werden. So können bestimmten Kunden beispielsweise spezielle Preise oder Content zugeordnet werden.
  • FlowBuilder: Digitalisierung und Automatisierung von Businessprozessen.
  • Verbesserte Performance für geringere Ladezeiten.
  • Erlebniswelten ersetzen die Einkaufswelten. Erlebniswelten können nun sogar auf den Artikeldetailseiten bearbeitet werden.

Der Umstieg von Shopware 5 auf Shopware 6 ist kein Update. Shopware 6 ist ein komplettes Rewrite. Jedoch gibt es die Möglichkeiten einer Migration von Shopware 5 auf Shopware 6.

Shopware 5 vs. Shopware 6 – Ein Vergleich

Shopware 5Shopware 6
Verbundenes Front- und BackendAPI-First / Headless Commerce
Backend nicht responsiveBackend voll responsive
Prozessautomatisierung mit EntwicklungsaufwandProzessautomatisierung ohne Entwicklungsaufwand (RuleBuilder & FlowBuilder)
Kategoriebäume, die sich nur in verschiedenen Sprachen ausgespielt werden könnenIndividuelle Sprachshops über Verkaufskanäle mit individuellen Artikelkatalog
Eine Bestellung ist gleichzeitig eine Lieferung. Keine UnterscheidungBestellungen können in verschiedene Lieferungen und Bestellungen aufgeteilt werden -> Teillieferung
Mehrere Verkaufskanäle nur über Plug-Ins oder eigenen Entwicklung möglichDer Multi-Channel-Ansatz ist bereits im Standard möglich und erlaubt die Verwaltung verschiedener Verkaufskanäle
Über 3.500 Plug-Ins im Shopware-ShopDie Anzahl steigt stetig. Aktuell jedoch noch deutlich weniger verfügbar
Einkaufswelten in Kategorieseiten umsetzbarMit den Erlebniswelten können Templates angelegt werden. Dies Template können einer oder mehreren Kategorien zugewiesen werden.
Artikel-/Produkt Detailseite nur als Template Datei anpassbar = Programmieraufwand.Über die Erlebniswelten frei editierbar.
Einfach gehaltene MedienverwaltungNeue Medienverwaltung mit der Möglichkeit Kategorie automatisch zuzuordnen und Ansicht, wo die Medien verwendet werden.

Für die Migration der Shopware 5 Daten in das neue Shopware 6 stehen Migrations-Plug-Ins zu Verfügung.

Fazit

Shopware 6 ist ein stark verbessertes Shopsystem, dass viele Neuerungen im Vergleich zu Shopware 5 bereithält. Auch wenn der Umstieg von Shopware 5 auf Shopware 6 Aufwand bedeutet, sollten sich Shopbetreiber, die mit dem langfristigen Einsatz eines Shopsystems auf Shopware-Basis planen, sich intensiv mit der Thematik auseinandersetzen. Shopware 5 wird noch bis 2024 unterstützt.

Shopware 6 ist ein sehr solides Shopsystem. Die Anzahl der verfügbaren Plug-Ins erweitert sich stetig. Insgesamt bietet Shopware 6 mehr Flexibilität, mehr Internationalisierung, mehr Automatisierung, mehr Kundenbindung und eine bessere Performance.

Gerne helfen wir bei der Erarbeitung eines schlüssigen Konzepts und stehen dir für Fragen per E-Mail zur Verfügung.